Brauche ich ein Gewächshaus?

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Die Frage, ob ich ein Gewächshaus „brauche“ erübrigt sich nach dieser klimatischen Horrorwoche, in der die Eisheiligen ihr böses Gesicht gezeigt haben. Trotz angenehmen 19 Grad und Sonnenschein am Freitagnachmittag ist es es noch nicht vorbei!

Inzwischen sind für mich die Vorteile eines Gewächshauses so klar, dass eigentlich kein Zweifel mehr bestehen sollte, mir schnellstens ein Glashaus für die Pflanzen anzuschaffen. Wenn Ihr mal junge, gerade pikierte Tomaten eine Woche lang morgens aus der Garage heraus und abends wieder in die Garage hineingeräumt habt, wisst Ihr, wovon ich rede.

Tomatenpflanzen pikierte Tomaten auf Tabletts Eisheilige Gewächshaus Kaufargument für Gewächshaus
Das ist meine Tomatenkolonie. Wegen der Kälte an den Eisheiligen habe ich sie jetzt jeden morgen um 9:30 Uhr aus der Garage rausgestellt und Abends wieder zurück geräumt. Ein Spaß. Aber bisher haben alle Pflanzen bis auf eine überlebt… Also haben fast alle Tomaten überlebt…

Doch damit nicht genug. Mein Stinkfinger-Kürbis am Dachfenster wächst und wächst. Da oben sind die Licht und Wärmeverhältnisse genau so, wie sie in einem Gewächshaus auch wären. Im Vergleich sehen die (wie ich jetzt weiss zu früh) ausgesägten Kürbisse und Zucchini im Beet echt kümmerlich aus. Die Gurken sind alle erfroren im Hochbeet. 😦

Kaufargumente: Meine Vorteile beim Kauf eines Gewächshauses

  • Mehr Platz für die jungen Pflanzen
  • Man kann auch im Winter Pflänzchen ziehen
  • die Vögel fressen die Jungpflanzen nicht an
  • Frostschutz gegen die bösen Eisheiligen
  • Wenn es mal steht UND man es erfolgreich nutzt, kann man wirklich gut mit dem Gewächshaus angeben! (siehe Garten, Bio- und Öko-Influencer bei Instagram)

Meine Nachteile bei der Anschaffung eines Gewächshauses

  • Hoher Anschaffungspreis für ein Hobby (gerade für mich, weil ich noch neu bin)
  • –> ergo: Gewächshaus amortisiert sich erste in einigen Jahrern
  • Gewächshaus benötigt Platz, den man anders nicht mehr im Garten nutzen kann – besonders bei einem kleinen Gemüsegarten ist das vielleicht ein Todschläger
  • Man muss das Gewächshaus selbst aufbauen
  • Man muss die Scheiben putzen!
  • Benutzt man das Greenhouse nicht für Pflanzen, wird man es wahrscheinlich – wie Garagen und unbenutzte Pools – mit Unnötigkeiten zumüllen und sich so bei den Nachbarn blamieren.

Die Kostenfrage: Ein Gewächshaus ist teuer!

Ich scheue besonders die Kosten, die der Kauf eines Gewächshauses verursachen würde. Als ich auf die Idee gekommen bin, mir ein Gewächshaus zu kaufen, habe ich mich – wie jeder normale Mensch – erstmal gefragt, ob das überhaupt preislich erschwinglich ist. Wie teuer ist ein gutes Gewächshaus?

Google hilft, wie bei den meisten, meiner Probleme. Man wird ja schnell fündig: Im Anschaffungspreis für ein Gewächshaus, in das halbwegs was rein geht (also 7 -13 Quadratmeter Grundfläche) , komme ich bei den günstigsten Angeboten auf 450 Euro, die teuren Angebote kosten schnell mal 800 Euro. Ich bin mir eben für mich selbst noch nicht so ganz sicher, ob diese Gärtnerei / dieses Anbauen dauerhaft betreiben werde, oder es mich nach einer Saison vollständig demotiviert hat. Dann kaufe ich ein Gewächshaus, baue es mühsam auf und dann steht es da und die Nachbarn beeumeln sich, weil weder im Gewächshaus, noch im Garten was gescheites wächst. Schlimmstenfalls hat man das unbenutzte Greenhouse dann noch mit altem Gerümpel zugemüllt, was die Erscheinung noch einmal ungepflegter macht.

Andererseits bekommt man, einmal den Preis bezahlt, ein echt hilfreiches Tool für den Gemüsegarten, das keine weiteren Folgekosten verursacht und die Fensterbänke im Haus wirklich entlastet.

Kaufargument für das Gewächshaus – Platz: Die Fensterbank reicht nicht mehr für die ganzen Pflänzchen…

Besonders der (nicht vorhandene) Platz ist für mich ein echtes Kaufargument: Auf der meinen Fensterbänken reicht der Platz schon lange nicht mehr. Wenn ich auf Instagram über die Gartenblogs surfe, hat jeder Zweite Gärtner ein hübsches Gewächshaus. Manche Gewächshäuser sind sogar wirklich groß. Aber ich habe auch das Gefühl, die betreiben diese Gärtnerei ernsthafter als ich. Und wenn man muss, macht es auch irgendwie keinen Spaß mehr, oder?

Und braucht man für ein Gewächshaus eigentlich eine Baugenehmigung?

Was denkt Ihr denn, sollte man so früh so viel Geld in ein neues Hobby investieren?

Ich bin wirklich unschlüssig…

Naja, ich werde Euch demnächst mal berichten, wie ich mich entschieden hab.

Posthum Gurken.

Ein Kommentar zu “Brauche ich ein Gewächshaus?

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