Hühnerhaltung: Warum man seine Hühner essen sollte!

Es gibt zwei Arten von Hühnerhaltern: Die Halter, die ihre Hühner lieben und die Halter, die ihre Hühner essen. Ich bin mir nicht sicher, ob beides möglich ist. Wer sich jedoch für die Hühnerhaltung entscheidet, muss zwangsläufig damit zurechtkommen, dass die Hühner auch mal sterben. Für so ein kleines Huhn gibt es etliche gefahren: Fuchs und Marder, Greifvögel und Krankheiten. Es dürfte also ein eher in eher seltenen Fällen vorkommen, dass Hühner hochbetagt nach 8+ Jahren an Altersschwäche sterben. Leider. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Hühner so unglaublich viele Eier legen; schließlich ist jedes gelegte Ei, ein potenzielles Kücken. Die Natur kalkuliert wohl schon ein, dass nur wenige überleben… 

Aber ist nicht der Weg das eigentliche Ziel? Immerhin hat praktisch jedes Huhn, das von privaten Hühnerhaltern gehalten wird, ein besseres Leben, als das Pendant, das in der Legebatterie sitzt und niemals echtes Tageslicht zu Gesicht bekommt. 

Zu viele Hähne: Wer Hühner züchten will, muss seine eigenen Hühner essen!
Nun zum Grund, warum ich den Beitrag schreibe: Wer Hühner züchten will, wird nicht darum herum kommen, die Hühner auch selbst zu essen; denn es ist unmöglich, nur Hennen zu züchten. Wenn die Hähne heranwachsen, muss sie der Züchter aussortieren. Dann gibt es eigentlich nur zwei Wege: Selbst essen oder verkaufen / verschenken – doch Hähne sind wegen ihres Krähens sehr schlecht loszuwerden – außer an Personen, die die Hähnchen dann doch töten und essen. Eine Züchterin aus unserem Verein meinte deswegen: „Dann ess’ ich sie doch lieber selbst!“

Behalten kann man nicht jeden Hahn. Sie gehen sich gegenseitig auf den Sack und das Krähen schaukelt sich auch untereinander hoch – dies könnte für die Nachbarschaft relevant werden. Nun meine Frage: Ist ein glückliches, kurzes Leben besser, als gar keins? Ich freue mich persönlich über jeden Tag, den ich auf dieser Erde bin. Stünde ich vor der einzigen Wahl, gar nicht zu existieren oder ein nur kurzes, aber vielleicht erfülltes, Leben zu haben, würde ich mich immer für die zweite Variante entscheiden. 

Wer seine Schar regelmäßig durchmischt, vermeidet außerdem Krankheiten (Vorsicht, wenn ihr Tiere von außerhalb hinzu nehmt). 

Ergo: Es gibt viele Gründe, warum man seine Hühner essen sollte.

Weniger achtlos verzehrtes Fleisch!
Wir bekommen es leider trotzdem nicht übers Herz, unsere Hühner zu schlachten. Deshalb essen wir gar kein Hühnchen mehr und seitdem wir selbst Hühner halten auch kaum noch Fleisch. Das ist übrigens ein Nebeneffekt der Hühnerhaltung: Wer das Tier selbst gekannt hat oder / und einen Bezug zu Nutztieren bekommt, wird sich vermutlich weniger Fleisch gönnen und es insbesondere nicht achtlos in sich reinschieben. Jedenfalls ist das meine Hoffnung… 

2 Gedanken zu “Hühnerhaltung: Warum man seine Hühner essen sollte!

    1. Ich weiß genau was du meinst… bei uns haben nämlich alle Namen… ich bin mir im Moment – wie ich ja auch geschrieben hab, gar nicht so sicher ob es so sinnvoll ist, sie ins Herz zu schließen 💖

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